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Bayer Skepsis bei Aktionären

Aus Reihen der Bayer-Aktionäre regt sich Skepsis bezüglich der aktuellen Dividende. 2,25 Euro beträgt die Dividende pro Aktie, hat Bayer jetzt auf seiner Hauptversammlung in Köln erklärt.


Letztes Jahr lag sie noch bei 2,10 Euro. Bayer selbst hat letztes Jahr einen Rekordumsatz gemacht.

"Sie ist ordentlich, haut uns aber nicht um" - mit diesen Worten bewertet ein Aktionärsvertreter die Dividende. Statt 2,25 Euro sollten im Laufe der nächsten Jahre schon vier Euro drin sein, so die Forderung des Sprechers. Weiteres Thema der Aktionärsvertreter: Die Sorge um die Abspaltung des Bayer-Tochter-Unternehmens Material Science.
Es sei doch auch mit BMS gut gelaufen, so ein Sprecher, man habe Sorge, dass der Konzern nun Schaden nehmen könne.

Bayer ist hingegen zufrieden. Mit der Abspaltung seiner Kunststoffsparte kommt der Konzern offenbar gut voran. Ab September soll Material Science auf eigenen Füßen stehen. Bis dahin wolle Bayer die wirtschaftliche und rechtliche Trennung der Sparte abschließen, sagt Konzern-Chef Dekkers gerade auf der Hauptversammlung in Köln.

Die Neuausrichtung soll den Bayer-Konzern fit für die Zukunft machen. Dabei gehe es nicht darum Arbeitsplätze abzubauen, sagt Dekkers. Er geht davon aus, dass die Gesamtzahl der Bayer-Mitarbeiter in den nächsten Jahren stabil bleibt. Die bald eigenständige Kunststoffsparte des Konzerns soll zum viertgrößten Chemieunternehmen Europas werden. Material Science soll dadurch im globalen Wettbewerb besser, schneller und flexibler werden. Bis spätestens Mitte nächsten Jahres soll die Kunstoffsparte an die Börse gehen.

Im Vorfeld der Hauptversammlung war es zu Protesten gekommen: Menschen in Bienenkostümen haben sich vor dem Gebäude versammelt - "Stoppt Bayer - Rettet die Bienen" steht auf Transparenten und Schildern, die die Demonstranten hochhalten. Damit kritisieren sie Bayer-Produkte, die im Verdacht stehen, mitverantwortlich für das Bienensterben zu sein.

Die Proteste richten sich aber auch gegen die CO-Pipeline von Bayer und die Anti-Baby-Pillen des Konzern. Ein bestimmter Wirkstoff darin wird mit Fehlbildungen bei Kindern in Verbindung gebracht.

 


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