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Fall "Gomans" Ermittler mit neuen Möglichkeiten

Die Ermittlungen im Fall "Gomans" dauern weiter an. Die Kölner Staatsanwaltschaft ist aber optimistisch einige Mitglieder des kriminellen Clans vor Gericht zu stellen.


Grund dafür sind Vorteile bei der Beweismittelaufnahme im Vergleich zu vergangenen Ermittlungsverfahren, sagte Staatsanwalt René Seppi im Radio Leverkusen Interview.

Der Gesetzgeber habe den Ermittlungsbehörden in den 90iger-Jahren noch nicht die Ermittlungs-Möglichkeiten gegeben, die es heute gebe. So seien zum Beispiel wegen schweren Betruges oder Steuerstraftaten erst seit Ende 2007 Telefonüberwachungen erlaubt. Auch das seit Sommer 2017 geltende neue Vermögensabschöpfungsrecht eröffne neue Möglichkeiten.

Drei von insgesamt 49 Beschuldigten aus dem Familienclan sitzen aktuell noch in Untersuchungshaft.

Die Razzia gegen die Leverkusener Großfamilie erfolgte dieses Jahr im März. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen sie wegen Abzocke von Senioren, Geldwäsche und Sozialbetrug.

Die Kölner Staatsanwaltschaft bittet weiter um Mit-Hilfe aus der Bevölkerung. Staansanwalt René Seppi appellierte im Radio Leverkusen Interview an die Opfer von Betrugsmaschen, sich bei der Polizei zu melden. Erst durch eine Strafanzeige könnten die Tatverdächtigen ermittelt werden und die Bevölkerung vor möglichen neuen Betrugsmaschen gewarnt werden.

(21.06.18)


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