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Legends of PegasusUnfertig ins All

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Renaissance statt Revolution: Rundenbasierte All-Macht-Spielchen erleben 16 Jahre nach der Veröffentlichung der bis heute unübertroffenen Genre-Fixsterne "Master of Orion 2" und "Ascendancy" einen zweiten Frühling. Binnen kürzester Zeit drängen mehrere Titel auf den Markt. Einer davon, "Endless Space", ist derzeit nur über die Online-Plattform Steam erhältlich, kommt Ende August aber auch klassisch in den Handel. Das deutsche Duo Kalypso und Novacore wollte der französischen Konkurrenz mit der Veröffentlichung von "Legends of Pegasus" offenbar zuvorkommen, hätte sich aber lieber noch ein paar Wochen Entwicklungszeit genehmigt. Die Verkaufsversion ist derart fehlerhaft, dass sich Publisher Kalypso in einem offenem Brief an die verärgerten Käufer wenden musste.

"Wie mittlerweile jeder bemerkt haben dürfte, ist der Start von 'Legends of Pegasus' alles andere als reibungslos verlaufen. Ihr könnt euch sicher denken, dass auch wir uns das komplett anders vorgestellt haben. Die Flut der Probleme hat uns, das könnt Ihr uns glauben, sehr überrascht. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an Patches und denken, dass wir vieles schon in wenigen Tagen beheben können", beschwichtigte Kalypso angesichts überquellender Forenbeiträge.

Die Bandbreite der Bugs reichte bei der Verkaufsversion von nicht leserlichen Bildschirmtexten über Tonaussetzer und Programmabstürzen im Minutentakt bis hin zu defekten Spielständen und unerreichbaren Kampagnenzielen, die ein Weiterspielen verhinderten. Manches davon wurde mittlerweile in kleineren und größeren Notoperationen behoben, viele andere Probleme wie lange Ladezeiten, Mängel bei der Bedienung, eine überempfindliche Kamerasteuerung und zahllose andere, teils gravierende Ärgernisse machen PC-Raumfahrern das Leben nach wie vor schwer - und lassen vom Kauf im derzeitigen Zustand nur abraten.

Zumindest auf dem Papier ist "Legends of Pegasus" ein Strategiespiel in schönster "4X"-Tradition - ein Begriff, der für die Kernelemente "eXplore", "eXpand", "eXploit" und "eXterminate" steht. Auf Deutsch: erkunden, expandieren, ausbeuten, auslöschen. Es kombiniert die rundenbasierte Verwaltung von unterschiedlichsten Planeten im Stile des Klassikers "Ascendancy" mit einem umfangreichen Schiffseditor und Raumschlachten in Echtzeit.

In einer umfangreichen Einzelspielerkampagne übernimmt man zunächst das Kommando über den kümmerlichen Rest der Menschenflotte, die während der letzten Schlacht um die Erde durch ein Wurmloch in einen unbekannten Teil der Galaxie gesogen wird. Später darf man auch die Alien-Rassen Arthrox und X'or übernehmen.

Im Spiel gilt es, eine Balance aus Produktion, Forschung, Steuereinnahmen, Kultur und militärischer Stärke zu finden, sodass das eigene Volk seinen Einflussbereich erweitern kann. Doch "Legends of Pegasus" leistet dabei erbitterten Widerstand. Das Programm geizt mit Informationen und Hinweisen - und strotzt vor gravierenden Fehlern. Das betrifft nicht nur die Kampagne, sondern auch das freie Spiel. Hier war es zum Testzeitpunkt nur möglich gegen einen von acht vorgesehenen Computergegnern anzutreten. Doch auch das schien für das Programm - als Sinnbild seines Fertigstellunggrades - schon zu viel zu sein. Die Künstliche Intelligenz macht, wenn sie am Zug ist, wenig bis nichts.

Sixten Lehmann

Game
SpielnameLegends of Pegasus
HerstellerNovacore
VertriebKalypso Media
GenreStrategie
Erhältlich ab09.08.2012
Preisca. 40 Euro
EAN Code4260089414235
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer2-8 (WWW)
Bewertung Grafikausreichend
Bewertung Steuerungausreichend
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassmangelhaft
Bewertung Gesamtausreichend

Erhältlich für:
PC

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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