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Ouya - der unabhängige Herausforderer

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"Wir wollen den Markt durchrütteln", sagt Julie Uhrman - und scheint mit ihrer neuen Spielekonsole Ouya den richtigen Nerv getroffen zu haben. Rekordverdächtige 4,3 Millionen US-Dollar wurden bislang über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com eingenommen - rund zwei Millionen davon bereits in den ersten 24 Stunden. Ursprünglich wollte das Ouya-Team 950.000 US-Dollar Startkapital sammeln, um Lizenzierungen, die Serienproduktion und gegebenenfalls First-Party-Spiele zum Launch zu finanzieren. Hinter dem ungewöhnlichen Titel verbirgt sich eine 99 US-Dollar teure Plattform, die auf Googles Betriebssystem Android basiert und derzeit von einem Team rund um Ed Fries, Vater der Xbox, entwickelt wird. Das Besondere an Ouya: Jeder kann Spiele für das Gerät entwickeln. Für das schlichte, moderne Design von Konsole und Controller zeichnet Yves Béhar verantwortlich, der bereits am OLPC-Projekt mitarbeitete (One Laptop per Child). Julie Uhrman, ehemals bei Vivendi Universal, IGN und Gamefly angestellt, leitet das Projekt. Aufgrund des unerwarteten Geldsegens können Fans nun abstimmen, welche Titel sie sich zum Start der Konsole im März 2013 wünschen. Große Sprünge dürfen die Käufer jedoch nicht erwarten, die Hardware ist mit einer Tegra-3-Quad-Core-CPU, einem Gigabyte RAM, acht Gigabyte internem Speicher bestenfalls auf Tablet-Niveau. Trotzdem könnte Ouya gerade für die Indie-Szene aufgrund fehlender Lizenzierungs- Handels- und Publishing-Gebühren ein Segen sein, von dem im Endeffekt die gesamte Industrie profitiert.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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