Bei der Parlamentswahl im Euro-Krisenland Griechenland haben die Wähler die beiden Traditionsparteien wegen ihres strikten Sparkurses abgestraft. Sowohl die konservative Nea Dimokratia als auch die sozialistische Pasok-Partei verloren massiv an Stimmen, großer Gewinner ist die linksradikale Partei Syriza, die Prognosen zufolge hinter der ND und vor der Pasok auf dem zweiten Platz landete. Erstmals schafften es die Neonazis ins Parlament.
Stärkste Kraft im neuen Parlament wurde den Prognosen zufolge Nea Dimokratia. Die Partei von Ex-Außenminister Antonis Samaras kam aber nur noch auf 17 bis 20 Prozent der Stimmen, bei der Wahl 2009 hatte sie noch 33,5 Prozent erzielt. Noch schlimmer traf es die Pasok-Partei von Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos, die mit 14 bis 17 Prozent auf dem dritten Platz landete. 2009 hatten 43,9 Prozent der Wähler für sie gestimmt.
Angesichts des sich in den Prognosen abzeichnenden Ergebnisses ist völlig unklar, wie eine künftige Regierung und damit der weitere Kurs des Landes in der Schuldenkrise aussehen dürfte.

