EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat Griechenland ein
Entgegenkommen beim Sparprogramm signalisiert, umfangreichen
Änderungen der Auflagen jedoch eine Absage erteilt.
Man sei prinzipiell bereit, einzelne Bedingungen anders zu
gestalten, sagte Asmussen am Samstag der griechischen Zeitung
"Kathimerini".
Eine zeitliche Verzögerung der Sparziele um ein bis zwei Jahre lehnte der aber Notenbanker ab. Dies würde unmittelbar die Notwendigkeit weiterer Kredite der Länder der Euro-Zone und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach sich ziehen, warnte er. Sollten die Defizitziele - wie von der Regierung angestrebt - gestreckt werden, laufe dies auf einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf hinaus.
Gefragt, ob Griechenland erneut umschulden müsse, sagte der Geldpolitiker: Die fiskalische Situation müsse zunächst geprüft werden. Es könnte sein, dass die Nachhaltigkeit der Schulden erneut auf Messers Schneide stehe. Die neue Regierung in Athen will die an die internationalen Hilfen geknüpften Auflagen nicht komplett kippen, setzt sich aber für eine Lockerung ein.

