Vor gut 23.000 Zuschauern waren die Gastgeber in den Anfangsminuten die dominantere Mannschaft. Sandhausen tat sich im Spielaufbau dementsprechend schwer, ließ jedoch zunächst keine Großchancen der Kölner zu. Ein Weitschuss von Matuschyk, den Keeper Ischdonat aber ohne Probleme entschärfen konnte, sorgte wenigstens für etwas Gefahr (16.).
In der 24. Minute musste Trainer Stanislawski gezwungenermaßen den ersten Wechsel vornehmen. Chihi konnte nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler nicht mehr weitermachen. Für den Mittelfeldspieler kam Jajalo in die Partie, der sich mit einer schönen Flanke auf Wimmer gleich gut einfügte. Der folgende Kopfball landete aber knapp neben dem Kasten der Gäste (25.).
Sandhausen spielte jetzt besser mit und wäre mit der ersten gelungenen Offensivaktion beinahe in Führung gegangen. Aus kurzer Distanz köpfte Fießler nach Vorlage von Pischorn nur an die Latte (27.). Die Schrecksekunde wirkte wie ein Wachmacher für die Geißböcke, die nun zielstrebiger den Weg zum Abschluss suchten. Nach knapp zehn Minuten die Riesenchance für den FC. Jajalo bediente Bröker herrlich im Strafraum, wo der Ex-Fortune aber per Direktabnahme über das Tor zimmerte (37.).
Kurz vor der Pause die erneute Möglichkeit zur Führung. Sandhausens Keeper Ischdonat faustete einen langen Ball direkt vor die Füße von Royer, doch der Österreicher wußte nichts mit der Gelegenheit anzufangen und schoss überhastet am Tor vorbei (44.). Folglich ging es in einer flotten und durchaus ansprechenden Partie ohne Tore in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff erwischten erneut die Kölner den besseren Start. Zunächst klatschte ein 25-Meter-Hammer von Bröker nur an den Pfosten (47.), wenig später scheiterte Royer mit einem Schuss über das Tor (53.).
In der 63. Minute dann endlich die Erlösung für den FC. Schiedsrichter Wingenbach zeigte nach einem Foul von Adler an Brecko im Strafraum auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwertete Bröker souverän zum verdienten 1:0.
Nur kurze Zeit später fast der Doppelpack der Geißböcke. Wieder tankte sich Bröker links im Strafraum durch, doch dessen Abschluss per Pike konnte Ischdonat mit Mühe parieren (68.).
Sandhausen gab jetzt seine Defensivhaltung auf und investierte mehr nach vorne. Der Einsatz der Gäste wurde nach 78. Minuten sogar mit einem Tor belohnt, doch Referee Wingenbach erkannte den Treffer von Schulz wegen Abseits nicht an.
Den Kölnern ergaben sich nun natürlich Räume zum Kontern, doch wurden die Angriffe meist schlampig zu Ende geführt. Schließlich kam es, wie es kommen musste. Einen langen Ball in den FC-Strafraum klärte Brecko direkt in die Füße des eingewechselten Dorn, der mit einem Lupfer Keeper Horn überlistete und Sandhausen praktisch mit dem Schlusspfiff den Ausgleich bescherte.
In den zwei Minuten Nachspielzeit konnte die Elf von Trainer Stanislawski das Ruder nicht mehr rumreißen, sodass nach zwei Spieltagen lediglich ein Punkt auf der Habenseite der Kölner steht.

