
A1-Rheinbrücke: Streit um Billig-Stahl geht weiter
Der Streit um den mangelhaften Stahl für die neue Leverkusener Rheinbrücke entwickelt sich offenbar immer mehr zu einer Schlammschlacht. Auch nachdem Straßen NRW der österreichischen Baufirma Porr gekündigt hat und die Neu-Ausschreibung der Bauarbeiten raus ist, kehrt keine Ruhe ein. Stattdessen weisen sich beide Seiten gegenseitig die Schuld zu.
Veröffentlicht: Freitag, 08.05.2020 08:18
“Straßen NRW hat bewusst den billigsten Stahl-Lieferanten gewählt - und der kam aus China” - das sagt Porr-Chef Strauss. Der Stahl des chinesischen Stahlproduzenten sei 60 bis 80 Millionen Euro günstiger gewesen als der aus Europa. Straßen NRW weist das zurück. Die Baufirma Porr habe sich ganz allein für den China-Stahl entschieden. Welcher Seite man was glauben kann – das weiß offenbar auch die Leverkusener Stadtpolitik nicht genau.
Die Bürgerliste fordert deswegen nochmal eindringlich, die im Hauptausschuss beschlossene Einladung an NRW-Verkehrsminister Wüst zu einem klärenden Gespräch rauszuschicken. Auch die Firma Porr soll laut Bürgerliste eine entsprechende Einladung erhalten.