
Acht Jahre Gefängnis im Vergewaltigungsprozess
Acht Jahre Gefängnis – so lautet das Urteil im Vergewaltigungsprozess von Manfort. Die Folgen für das heute 19-jährige Opfer sind dramatisch, so der Richter. Sie könne sich selbst kaum noch im Spiegel anschauen, habe Flashbacks, Angst vor Männern und fährt jetzt immer mit dem Taxi zur Schule.
Veröffentlicht: Freitag, 18.03.2022 05:35
Der Richter war beim Urteilsspruch merklich ungehalten: der Angeklagte habe sich nicht entschuldigt, keine ordentliche Aussage gemacht und damit das Opfer zu einer detaillierten Aussage gezwungen. Schlimm sei für die junge Frau außerdem gewesen, dass die Polizei ihr anfangs nicht geglaubt habe.
Der Verurteilte ist zwar psychisch krank, für das Gericht gab es aber dennoch keine Zweifel daran, dass der 42-Jährige voll schuldfähig ist. Er hatte vor einem knappen Jahr die junge Frau in einer Unterführung an der Gustav-Heinemann-Straße zum Oralverkehr gezwungen.