
Anhörung: Richter entscheidet über Glyphosat-Vergleich
Seit rund zweieinhalb Jahren schlägt sich Bayer mit tausenden US-Klagen gegen Monsantos Unkrautvernichter Glyphosat herum, und zwar wegen angeblicher Krebsrisiken. In einem zweiten Anlauf entscheidet der zuständige US-Richter jetzt darüber, ob ihm ein mit den Klägern ausgehandelter Vergleich ausreicht – oder ob nachgebessert werden muss.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.05.2021 10:10
Knackpunkt ist der Umgang mit künftigen US-Klagen. Für Leverkusens Chemieriesen ist es mit die wichtigste Entscheidung in dem Prozess: Gibt der Richter grünes Licht, könnte Bayer wahrscheinlich endlich den Großteil der US-Rechtsstreitigkeiten abhaken. Insgesamt würde Bayer das Vergleichspaket dann rund 11,6 Milliarden Dollar kosten. Aber: noch steht der Konzern unter großem Druck. Der zuständige Richter steht dem Deal durchaus kritisch gegenüber und bezeichnete die Vereinbarung bereits als sehr kompliziert. Zuletzt hatte er die Rechtmäßigkeit der geplanten Handhabung künftiger Klagen angezweifelt – außerdem, dass der Deal im Sinne der Kläger ist. Eine endgültige Entscheidung wird heute noch nicht erwartet.