
Arztregelung stößt auf geteilte Reaktionen
Bei einer Erkältung per Telefon krankgeschrieben werden - das geht jetzt doch weiterhin. Nach massiver Kritik hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Ausnahmeregelung weiter verlängert. Der Hausärzteverband Nordrhein hätte die geplante Änderung scharf kritisiert, anders als Leverkusens Hausärztesprecher Travnik.
Veröffentlicht: Montag, 20.04.2020 11:09
„Damit werden alle bisherigen Erfolge gegen das Coronavirus gefährdet“, hieß es vom Hausärzteverband Nordrhein. Er hatte befürchtet, dass die Wartezimmer der Hausärzte zur neuen Ansteckungsquelle – vor allem für Risikopatienten werden.
Leverkusens Hausärztesprecher Travnik blieb dagegen gelassen. Nach wie vor dürfte sich immer nur ein Patient im Wartezimmer aufhalten – der Rest wartet draußen.
Er rechnet zudem nicht damit, dass ohne die telefonische Beratung, wieder mehr Menschen in die Praxen kommen. Im Gegenteil. Travnik habe vielmehr das Gefühl, dass sich die Lage allmählich entspannt und die Menschen unbedingt arbeiten gehen möchten, anstatt die Situation zum „krank machen“ auszunutzen.