
Aufarbeitung der NS-Zeit bei Bayer in Leverkusen
Nachdem der Bayer-Konzern vor drei Jahren die Hans und Berthold Finkelstein-Stiftung zur Aufarbeitung der NS-Zeit gegründet hat, liegt jetzt ein erster Bericht vor. Die Stiftung beschreibt darin ihre getane Arbeit.
Veröffentlicht: Montag, 20.04.2026 10:57
Stiftungsbericht zum Vorgänger des Bayer-Konzerns liegt vor
Die Hans und Berthold-Finkelstein Stiftung des Bayer-Konzerns arbeitet nun seit drei Jahren daran, die Rolle von Bayer im Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Jetzt liegt ein erster Tätigkeitsbericht der Stiftung vor. Die Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO zum Beispiel 2024 erstmals Events zur Erinnerungskultur organisiert, unter dem Hashtag #WeRemember. Auch Weiterbildungsangebote für Bayer-Mitarbeitende werden angeboten und gut angenommen, heißt es. Dort geht es auch um den Umgang mit Hassrede und Fake-News im Internet. Zusätzlich macht sich die Stiftung für Vielfalt und demokratische Werte stark. Außerdem wurden Stolpersteine verlegt und Bildungsreisen nach Auschwitz organisiert. Was aus dem Bericht nicht hervorgeht, sind konkrete, neue Erkenntnisse zur Rolle der Bayer-Vorgängerfirma IG Farben im Nationalsozialismus.