
Ausgleichflächen für Natur schaffen
Die Stadt baut und baut – und kümmert sich dabei viel zu wenig um die Natur. Dieser Vorwurf kommt jetzt von Leverkusener Umweltschützern. BUND, Nabu und die Landesgemeinschaft Naturschutz haben gemeinsam einen Brandbrief an Oberbürgermeister Uwe Richrath geschrieben.
Veröffentlicht: Montag, 16.05.2022 04:34
Wenn die Stadt neue Häuser, Sportplätze oder breitere Straßen und Autobahnen baut, muss sie dafür auf Ausgleichsflächen neue Pflanzen und Bäume pflanzen – so steht es im Bundesnaturschutzgesetzt. Laut Umweltschützern hält sich Leverkusen nicht an diese Vorgabe: rund ein Drittel der Ausgleichsmaßnahmen würden nicht umgesetzt. Bestes Beispiel sei der geplante Ausbau des Park-and-Ride-Parkplatzes in Rheindorf – hier entstehe viel zu wenig neues Grün. In ihrem Brandbrief fordern die Umweltschützer, dass sich in Zukunft etwas ändert. Wenn die Stadt bebautes Gelände nicht 1 zu 1 ausgleicht, gebe es in Leverkusen bald gar keine Grünflächen mehr.