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Bayer-Aktionäre: Kritik und Frust
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Bayer-Aktionäre: Kritik und Frust

In Bonn bei der Hauptversammlung muss sich die Chefetage des Leverkusener Chemiekonzerns Bayer am Freitag viel Kritik von seinen Aktionären gefallen lassen. Der Frust ist bei vielen Anlegern groß. Denn die Bayer-Aktie hat zuletzt massiv unter den Gerichts-Pozessen gegen den Unkrautvernichter Glyphosat von Bayers-Tochter Monsanto gelitten.

Veröffentlicht: Freitag, 26.04.2019 04:36

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Die verärgerten Aktionäre geben dem Vorstand die Schuld. Der hätte das Risiko durch die Übernahme von Monsanto falsch eingeschätzt. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Bayer, Wenning, hat sich bei den Aktionären am Vormittag entschuldigt. Die Wertverluste an der Börse bedaure er sehr.

Auch Bayer-Chef Baumann betonte, es gebe angesichts der Kursverluste „nichts zu beschönigen“. Er stellte den Kauf des US-Konkurrenten Monsanto aber dennoch als richtigen Schritt dar, um langfristig voranzukommen.

Mit der Übernahme von Monsanto hat sich Bayer auch für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat entschieden. Gegen das Mittel laufen in den USA derzeit über 13.400 Klagen. Dabei drohen Schadensersatzzahlungen in Milliardenhöhe.

Rund 700 Umwelt-Aktivisten sind zu der Hauptversammlung gekommen. Sie hatten am Freitagmorgen vor dem World Conference Center demonstriert. Weil viele Aktionäre auf der Hauptvbersammlung ihre Meinung loswerden wollen, ist die Redezeit pro Beitrag verkürzt worden. Bei der ursprünglich geplanten Redezeit von 10 Minuten würde die Bayer-Hauptversammlung bis Samstagmorgen dauern.




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