
Bayer bedauert Glyphosat-Verbot
Österreich will als erstes europäisches Land den Einsatz von Monsantos Unkrautvernichter Glyphosat verbieten – das hat der Nationalrat entschieden. Der Leverkusener Mutterkonzern Bayer reagiert darauf mit Bedauern, aber auch mit Skepsis.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.07.2019 04:26
Laut Konzern gehe man davon aus, dass der Beschluss von der EU-Kommission kritisch hinterfragt und rechtlich angefochten werde. Denn die Entscheidung stehe im Widerspruch zu wissenschaftlichen Ergebnissen zu Glyphosat, sagt Bayer.
Doch es gibt auch einen anderen Haken: Das Verbot könnte EU-Recht widersprechen, da die europäische Pflanzenschutzverordnung Glyphosat noch bis Ende 2022 erlaubt. Die einzelnen Mitgliedsländer der EU können nur in absoluten Ausnahmefällen ein Verbot von zugelassenen Wirkstoffen verhängen. Hintergrund des Vorstoßes von Österreich ist der Verdacht, dass Glyphosat krebserregend ist.