
Bayer einigt sich mit Klägern
Der Bayerkonzern ist einen großen Schritt weiter, um sich aus der Monsanto-Krise zu ziehen. In den USA hat sich Bayer jetzt mit tausenden Klägern auf einen Vergleich geeinigt. Es geht um Werbung für den umstrittenen Unkrautvernichter Roundup.
Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2020 09:21
Die Kläger hatten der Bayer-Tochter Monsanto vorgeworfen, bewusst nicht ausreichend vor den Gesundheitsrisiken des Wirkstoffs Glyphosat gewarnt zu haben. Umgerechnet rund 36 Millionen Euro und die Anpassung der Etiketten – darauf haben sich Bayer und die Kläger geeinigt. Der Bundesstaat Missouri, in dem die Klagen verhandelt wurden, muss dem Vergleich noch zustimmen. Bayer selbst ist nach eigener Aussage zufrieden mit der Lösung.
Die größte juristische Baustelle ist damit aber noch nicht gemeistert. Aktuell laufen in den USA noch rund 48.000 weitere Klagen gegen Bayer. Die Kläger werfen der Bayer-Tochter Monsanto vor, dass das glyphosathaltige Produkt Roundup Grund für ihre Krebserkrankung ist. Bayer schließt auch hier Vergleiche nicht aus und hat einen Mediator beauftragt.