
Bayer erzielt milliardenschwere Einigung
Seit rund zweieinhalb Jahren schlägt sich Bayer inzwischen mit tausenden US-Klagen gegen Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat herum, und zwar wegen angeblicher Krebsrisiken. Jetzt könnte der Streit endlich beiseite gelegt werden.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.02.2021 06:14
Der Leverkusener Chemieriese hat am Abend mitgeteilt, einen Durchbruch bei den Vergleichsverhandlungen mit US-Klägern erzielt zu haben, auch was künftige US-Klagen angeht. Die Einigung wird für Bayer allerdings teurer als bislang gedacht: Es geht um eine Zusage von bis zu 2 Milliarden Dollar. Das Geld dafür hatte Bayer schon letztes Jahr zur Seite gelegt. Gibt der US-Bundesrichter dem Vergleich im zweiten Anlauf jetzt grünes Licht, könnte Bayer wahrscheinlich endlich den Großteil der US-Rechtsstreitigkeiten abhaken. Insgesamt würde Bayer das Vergleichspaket dann rund 11,6 Milliarden Dollar kosten, inklusive der bis zu 9,6 Milliarden Dollar für bestehende Klagen.