
Bayer muss deutlich weniger an Glyphosat-Kläger bezahlen
Die Schuld bleibt, aber der finanzielle Schaden wird deutlich kleiner. Im Glyphosat-Streit in den USA gegen Bayer hat das zuständige Gericht in San Francisco die Strafzahlungen gegen den Chemieriesen drastisch runtergesetzt.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2020 04:13
Konkret geht es um den allerersten verhandelten Prozess gegen Bayer und seinen glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup. Bayer muss an den krebskranken Kläger nur noch einen Schadenersatz von umgerechnet knapp 18 Millionen Euro bezahlen. Ursprünglich hatte ein Geschworenengericht Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe verhängt. Der Schuldspruch wurde allerdings nicht wie von Bayer gefordert aufgehoben. Bayer selbst begrüßt die Entscheidung. Man sei aber weiterhin der Ansicht, dass das Urteil nicht im Einklang mit der Beweislage und dem geltenden Recht stehe.