
Die Ursache für die Explosion ist weiterhin unklar. Die Akut-Warnung für ganz Leverkusen ist seit Dienstagabend aufgehoben. Wir Leverkusener sind trotzdem noch angewiesen, kein Gemüse aus dem Garten zu essen und Aschregen nicht anzufassen, aber der Stadt zu melden - telefonisch unter 0214-2605 99333. Genau so gilt Vorsicht beim Anfassen von mit Ruß verschmutzten Spielgeräten. Bis geklärt ist, ob und was in die Luft gelangt ist, wird es voraussichtlich bis Ende der Woche dauern. Erst am Donnerstag kann die Polizei die Unglücksstelle gefahrlos betreten. Dann starten die offiziellen Ermittlungen.
Am Dienstagvormittag hatte es gegen 09.30 Uhr aus ungeklärter Ursache eine Explosion am Tanklager des Entsorgungszentrums in Bürrig gegeben. Dort brannte ein Tank mit organischen Lösungsmitteln. Die Qualmwolke zog über die Stadt, der Rauch war bis nach Dortmund zu riechen. In Leverkusen, Solingen und Teile des Bergischen Landes waren die Leute dazu aufgefordert, drinnen zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen.
Damit die Löscharbeiten starten konnten, musste zunächst der Strom einer Oberleitung abgeschaltet werden. Am Mittag meldete der Chempark-Betreiber Currenta, dass das Feuer unter Kontrolle sei.
Zeitweise waren die Autobahnen rund um Leverkusen voll gesperrt, die Fähre eingestellt und Busse fuhren nicht oder wurden umgeleitet. Mittlerweile läuft der Verkehr überall wieder.
Auf der unmittelbar an die Unglücksstelle angrenzenden Baustelle der Leverkusener Rheinbrücke waren direkt nach der Explosion alle Arbeiten sofort eingestellt worden. Die Mitarbeiter der Baufirmen hatten die Baustellen zeitweise verlassen.
Die Werksfeuerwehr ist immer noch mit einem Großaufgebot im Einsatz – es geht weiter darum, die Einsatzstelle abzusichern und die Vermissten zu finden. Dafür kommen jetzt auch hochauflösende Drohnen zum Einsatz.
Für die Bevölkerung wurde eine Hotline eingerichtet, die unter folgender Telefonnummer zu erreichen ist: 0214-2605 99333.