
Die Familienmitglieder sind unter anderem wegen bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Betrugs und Geiselnahme angeklagt. In ihrer Anklageschrift fuhr die Abteilung Organisierte Kriminalität bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gleich zu Beginn schwere Geschütze auf. Über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg hätten die Angeklagten Sozialleistungen vom Jobcenter in Leverkusen bezogen, obwohl sie über ein enormes Familienvermögen verfügen würden. Dieses hätten sie durch Straftaten im Bereich des organisierten Verbrechens angehäuft.
Viele der Clan-Mitglieder seien gewaltbereit. Die Familie habe ihre Wurzeln in der Türkei und dem Libanon. Von den erhaltenen Sozialleistungen habe sich die Familie einen luxuriösen Lebensstil mit teurer Kleidung, Autos und einer Villa in Rheindorf finanziert.
Bisher sind 30 Prozesstage bis Ende November angesetzt.
Eine Spezialeinheit der Polizei hatte die Rheindorfer Clan-Villa letztes Jahr mit Hilfe eines Panzers gestürmt. Auf dem Anwesen der Familie hatten die Beamten unter anderem scharfe Schusswaffen und große Mengen Bargeld beschlagnahmt.