
Über 300 Demonstranten haben friedlich, aber laut mit Trillerpfeiffen und Plakaten unter dem Motto „Nein zu Hass und Hetze – Ja zu Offenheit und Vielfalt“ protestiert. Der Grund: Die andere Demo des rechten Vereins „Aufbruch Leverkusen“. Sie war als Protest gegen den geplanten Moscheebau angemeldet. 200 Teilnehmer sollten eigentlich teilnehmen, aufgetaucht sind am Ende nur knapp 30.
Der Manforter Moschee-Bau ist immer wieder Thema in Leverkusen: Auch die gemäßigteren Parteien haben schon viel darüber diskutiert. Kritik hatte es vor allem daran gegeben, dass die Verwaltung nachträglich ein Minarett und eine Kuppel genehmigt hat – ohne die Politik in die Planänderungen mit einzubeziehen.
Bauen will die Moschee an der Poststraße der Maghariba-Verein. Entstehen soll dort ein Gebetsraum und ein Gemeindezentrum. Interkulturelle Begegnung und der Dialog sind für das Projekt zwingend vorgeschrieben sind. So ist es mit der Stadt vereinbart.