Dickes Minus in der Stadtkasse durch Corona

130 Millionen Euro – so groß schätzt die Stadt die Kosten der Corona-Pandemie bis Ende nächsten Jahres. Und bezahlen müssen wir das – die Kosten der Corona-Pandemie müssen die Steuerzahler ab 2025 Jahr für Jahr abstottern. Das sind 2,6 Millionen Euro, die nicht für Schulen, Kindergärten oder andere öffentliche Aufgaben ausgegeben werden können, rechnet die Stadt vor.

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Unter anderem rechnet die Stadt mit 20 Millionen Euro weniger Gewerbesteuereinnahmen wegen Corona – die sind nach der Umstrittenen Senkung des Steuersatzes stark gestiegen: Nächstes Jahr rechnet die Stadt mit Einnahmen in Höhe von 195 Millionen Euro. 

Hohe Ausgaben plant die Stadt dagegen für neues Personal ein. Es geht um Jobs in der Verwaltung, in der medizinischen Versorgung oder sozialen Einrichtungen. Dafür will die Stadt nächstes Jahr so viel Geld ausgeben, wie für nichts Anderes: Im Neuen Haushalt stehen Personalkosten von über 153 Millionen Euro.

Die Stadt will mehr Mitarbeiter haben, um digitaler zu werden. Das klingt paradox, weil wenn mehr Aufgaben digitaler ablaufen, wird man tendenziell weniger Mitarbeiter brauchen. Aber für den Übergang braucht man eben mehr, sagt Oberbürgermeister Uwe Richrath. Außerdem hätten die Kommunen in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben von Bund und Ländern bekommen – in der Gesundheitsversorgung zum Beispiel. Deshalb braucht die Stadt auch immer mehr fähige Leute, sagt er – die seien aber schwer zu kriegen. Deshalb wird die Stadt voraussichtlich nicht alles an Budget aufbrauchen, was dafür im neuen Haushalt steht.  

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