
Leverkusen: Kritik im "Rad-Anzeiger"
Der Allgemeinde Deutsche Fahrrad Club Leverkusen – kurz ADFC – kritisiert in seiner neusten Ausgabe seiner Fahrradzeitschrift "Rad-Anzeiger" erneut die Radinfrastruktur in unserer Stadt. Der Verein werde mit vielen Anliegen von der Stadt vertröstet, schreibt der ADFC. Radwege seien oft schlecht ausgebaut oder in schlechtem Zustand. Gleichzeitig werden Projekte oftmals nicht gut durchdacht. So beispielsweise die Brückensanierungen im Sommer. Dann sollen in Wiesdorf die Dhünnbrücke und die Brücke am Stadtpark saniert werden – das sei zwar gut, so der ADFC – eine offizielle Umleitungsstrecke für Radfahrer gebe es aber nicht. Da müssen sich Radler selbst zu helfen wissen. Generell stoße der Verein immer wieder auf hohe Widerstände. Europäische Städte wie Wien, Helsinki oder London investieren in die Fahrrad-Zukunft. „Leverkusen ist da etwas anders“, schreibt der ADFC, „Leverkusen ist gegenüber den vorgenannten Städten tiefste Provinz“.
Außerdem berichtet der Verein von seinem aktuellen Sozial-Projekt: Das soll ein elektrisches Rollstuhlfahrrad für Leverkusener möglich machen. Bis das Rad angeschafft werden kann, dauert es aber noch. Das Rad kostet knapp 10.000 Euro, aktuell werden dafür noch Spenden gesammelt