Anzeige
Einsatzkräfte nach Explosion in Bürrig mit Schadstoffen belastet
© Radio Leverkusen
Teilen:

Einsatzkräfte nach Explosion in Bürrig mit Schadstoffen belastet

Mehr als 460 Einsatzkräfte waren Ende Juli mit den Lösch- und Bergungsarbeiten nach der Explosion in der Sondermüllverbrennungsanlage in Bürrig beschäftigt – mehr als jeder achte davon wurde dabei mit Chemikalien belastet. Das zeigen jetzt veröffentlichten Analyseergebnisse des Betreibers Currenta. Dafür wurden von den Einsatzkräften Blut- und Urinproben genommen. 

Veröffentlicht: Freitag, 27.08.2021 04:33

Anzeige

Das Ergebnis: Bei 55 Menschen konnten Konzentrationen festgestellt werden, die nahe oder oberhalb der zulässigen arbeitsmedizinischen Grenzwerte liegen. Bei 18 Proben wurde Benzol nachgewiesen. Das ist eine Verbindung, die in Kraftstoffen enthalten ist. Bei dauerhaftem Ausgesetzt-sein ist der Stoff krebserregend. In weiteren Proben wurden sehr hohe Kresolwerte und 1-Propanol und 2-Propanol gefunden. Letzteres sind Alkohole, die vor allem zur Desinfektion genutzt werden.

Ein von Currenta beauftragter Professor für Arbeits- und Umweltmedizin sagt:Im Vergleich zur üblichen Belastung am Arbeitsplatz seien diese Werte zwar hoch. Weil es sich dabei um ein einmaliges Ereignis gehandelt hatte, müsste man die Werte anders betrachten. Die Betroffen seien diesen Schadstoffen nicht dauerhaft ausgesetzt. Currenta hat ihnen jetzt ergänzende medizinische Beratung und mögliche Folgeuntersuchungen angeboten. 

Eine detaillierte Übersicht der durchgeführten Messungen hat Currenta hier veröffentlicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige