Emotionale Aussagen im Goman-Prozess

Der Prozess gegen den Leverkusener Clan-Chef der Gomans ist am Dienstagvormittag wie geplant weiter gegangen. Die Opferseite im Prozess ist damit offenbar nicht auf das Angebot des Clan-Chefs eingegangen.

© Getty Images/Pattanaphong Khuankaew

„Don Mikel“ soll dem geschädigten Ehepaar aus Frechen laut Medienberichten angeboten haben, den Schaden zu erstatten und 100.000 Euro Schmerzensgeld drauf zu legen. Im Gegenzug sollten die Opfer nicht weiter aussagen. Die taten das am Dienstag trotzdem.

„Ich sah ihn praktisch als Sohn an“ - das sagte das 72-Jährige Opfer heute vor Gericht über die Beziehung zu „Don Mikel“. Der Angeklagte soll dabei über Jahre hinweg ein doppeltes Spiel gespielt haben, wodurch er sich das Vertrauen des geschädigten Ehepaares erschlich.

Zuletzt wollten die Opfer sogar ihr Testament ändern und den Angeklagten mitreinschreiben. Dann flog das Ganze auf. Der Goman-Chef soll das Ehepaar um insgesamt rund eine Million Euro gebracht haben. Das Opfer gab heute sichtlich angeschlagen vor Gericht an, das ganze Thema schnell abhaken zu wollen.

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