
Entscheidende Personen fehlen vor Gericht
Er soll seine Frau nach einem Streit mit mehreren Messerstichen am Bauch und an den Armen verletzt haben – deswegen muss sich ein 60-jähriger Leverkusener ab Dienstag vor dem Kölner Landgericht verantworten. Außerdem sitzt hier ab Dienstag auch ein Seniorenbetrüger auf der Anklagebank.
Veröffentlicht: Dienstag, 11.02.2020 05:18
Weil sie angeblich Nacktfotos an andere Männer verschickt hatte, war ein 60-Jähriger Leverkusener vergangenen August ausgerastet. Im Streit ging er auf seine Frau los. Er ist jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
In einem anderen Prozess müssen sich die Richter mit einem Betrugsdelikt befassen. Ein 37-Jähriger soll sich in sechs Fällen, darunter auch in Leverkusen, am Telefon als falscher Polizist ausgegeben haben. Dabei forderte er laut Anklage seine Opfer dazu auf, zu ihrer eigenen Sicherheit Bargeld von ihren Konten abzuheben. Insgesamt soll dadurch ein Schaden von rund 200.000 Euro entstanden sein.
Bis Ende März werden die Urteile in beiden Fällen erwartet.
Update
Die zwei Prozesse am Landgericht sind am Dienstag eher unerwartet verlaufen. Der Prozess gegen einen Telefonbetrüger, der auch in unserer Stadt aktiv war, fand gar nicht statt. Der Grund: der Beschuldigte ist nicht aufgetaucht.
Auch im anderen Prozess fehlte eine entscheidende Person. In dem Fall wird ein 60-jähriger Leverkusener beschuldigt, seine Frau mit einem Messer verletzt zu haben. Vorausgegangen war ein Streit, indem der Mann seine Frau beschuldigt hatte, anderen Männern Nacktbilder zu geschicht zu haben. Der Beschuldigte war zwar vor Gericht. Von dem Opfer der Tat fehlte aber jede Spur.
Der Aufenthaltsort der Frau ist aktuell unklar. So konnten in dem Fall nur Polizisten und Rettungskräfte als Zeugen aussagen. Der Prozess wird Ende Februar fortgesetzt.