
Ermittlungen gegen Bayer-Mitarbeiter
Nach einem Todesfall in Verbindung mit dem Magen-Darm-Mittel “Iberogast” laufen Ermittlungen gegen zwei ehemalige Bayer Vital Mitarbeiter. Laut Staatsanwaltschaft Köln geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung in einem Fall und fahrlässiger Körperverletzung in zehn Fällen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.2020 07:42
Iberogast steht im Verdacht, der Leber zu schaden. 2018 war eine Frau nach der Einnahme des Magen-Darm-Mittels an Komplikationen nach einer Lebertransplantation gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt, ob der Todesfall im Zusammenhang mit dem Medikament steht. Außerdem geht darum, ob die beiden Mitarbeiter ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind, entsprechende Warnhinweise in den Beipackzettel von Iberogast zu drucken.
Schon kurz nach dem Todesfall vor zwei Jahren hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Bayer dazu verpflichtet, den Warnhinweis aufzunehmen.