
Ermittlungen gegen Patienten
Bei den Ermittlungen gegen einen Opladener Arzt verteidigt sich die Kölner Staatsanwaltschaft gegen Kritik. Sie ermittelt schon seit Monaten gegen den Arzt, weil er Patienten falsche Bescheinigungen ausgestellt haben soll. Darin steht, dass sie sich angeblich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen können. Kritik gibt es jetzt, weil offenbar hunderte Patienten angeschrieben wurden und zwar als Beschuldigte in dem Fall.
Veröffentlicht: Montag, 25.07.2022 04:10
„Ich bin über das Vorgehen der Ermittler schockiert“, hat uns einer der Beschuldigten gesagt. Er konnte uns glaubhaft vermitteln, dass Vorerkrankungen eine Corona-Impfung bei ihm schwierig machen könnten. Das habe er sich von dem Opladener Arzt bescheinigen lassen. Dass die Staatsanwaltschaft ihn jetzt als Beschuldigten ansieht, ärgere ihn sehr. Von der Staatsanwaltschaft heißt es: hier gehe es nicht um einen Generalverdacht. Wenn nach kriminalistischer Erfahrung eine Straftat vorliegen könnte und man ermitteln kann, dann schreiben man jemand als Beschuldigten an. Insgesamt geht es beim Fall des Opladener Arztes um rund 3.000 mutmaßlich falsche Atteste.