
Fahrschulen in Leverkusen sehen Pläne der Regierung kritisch
In Leverkusen stoßen die Pläne der Bundesregierung zur Reform der Führerscheinausbildung auf deutliche Kritik. Die Regierung will den Fahrschulunterricht digitaler und günstiger machen. Die Fahrschulen bei uns sehen durch die Pläne aber kaum Einsparpotenzial.
Veröffentlicht: Freitag, 22.05.2026 03:41
Um die Kosten für den Führerschein zu senken, hat die Regierung jetzt eine Reform auf den Weg gebracht – diese sorgt aber für viel Kritik, auch bei Leverkusener Fahrschulen. Denn auf dem Papier sehe die Idee erstmal gut aus, sei für die Praxis aber wenig effektiv, sagt Fahrlehrerin Jessica Richartz:
Die eigentlichen Kosten bleiben ja trotzdem bestehen für die Fahrschulen. Spritkosten sind mehr geworden, die Mieten sind teurer. Nichtsdestotrotz ist es so, dass der Führerschein auch teurer geworden ist über die Jahre, weil der Fahrschüler an sich mehr Fahrstunden benötigt. Das ist so ein komplexes Ding geworden, dieser Führerschein, da gibt es so viele Sachen zu beachten. Ich glaube schon, dass manche Veränderungen sinnvoll sind, aber dadurch wird der Führerschein meines Erachtens nicht deutlich günstiger.
Fahrschulen verweisen auf Corona-Erfahrungen
Auch andere Fahrschulen betonen auf Nachfrage von Radio Leverkusen, dass die Reform nicht den Kern des Problems treffe und zu kurz gedacht sei. Beispielsweise den Theorieunterricht nur noch online abzuhalten habe schon bei Corona nicht gut funktioniert. Außerdem müssten Räumlichkeiten trotzdem angemietet bleiben für Fahrsimulatoren. Kosten würde dies also keine einsparen. Stattdessen wünschen sich die Fahrschulen Leverkusen einen Abbau von Bürokratie.