
Frauenberatungsstelle sieht neue Kriminalitätsstatistik kritisch
„Die Zahlen bilden nicht die Realität ab“. Mit diesen Worten reagiert die Leverkusener Frauenberatungsstelle auf die Fallzahlen von häuslicher Gewalt in der aktuellen Kriminalitätsstatistik. Laut Polizei sind die Fälle von häuslicher Gewalt in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent gesunken. Die Frauenberatungsstelle sagt, dass etliche Frauen ihre Situation aber erst gar nicht zur Anzeige bringen – aus Angst dann die geballte Ladung Wut abzubekommen.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.03.2021 05:19
Viele Betroffene befürchten laut der Beratungsstelle, dass die Wut in angespannten Pandemie-Zeiten riesiger sein könnte und sehen von Anzeigen ab. Die Verantwortlichen betonen, dass sich im vergangenen Jahr viel mehr Frauen bei der Beratungsstelle in Opladen Hilfe gesucht haben, als in den Jahren davor. Bei den Beratungsgesprächen gab es einen Anstieg um 20%. Die Hilfegesuche nach häuslicher Gewalt haben laut Beratungsstelle sogar um 25% zugenommen.
Hilfe für Betroffene findet ihr hier.