
Glyphosat-Klagewelle: Bayer einigt sich auf milliardenschwere Vergleiche
Im Glyphosat-Streit in den USA hat der Chemieriese Bayer mit einem Großteil der zehntausenden Kläger einen Vergleich ausgehandelt. Demnach will Bayer für die Vergleichszahlungen umgerechnet 10,1 Milliarden Euro locker machen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.06.2020 04:17
Rund Dreiviertel der 125.000 eingereichten Klagen um mögliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters “Round Up” sollen damit bald ein Ende haben. Ein US-Gericht in Kalifornien muss dem Ganzen noch zustimmen. Das Geld hat Bayer etwa durch die Abspaltungen von Unternehmenszweigen reingeholt, zuletzt durch die Abspaltung der Tiermedizin-Sparte Animal Health. Der Schritt sei kein Schuldeingeständnis, sondern die vernünftigste Lösung für das Unternehmen, sagte Konzernchef Werner Baumann. Die teuren Rechtskosten, die Bayer nun in Kauf nimmt, um reinen Tisch zu machen, sind allein der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto vor zwei Jahren geschuldet.