
Große Nachfrage und zu wenig Personal
Vom verzweifelten Ruf nach Öffnung zum verzweifelten Ruf nach Personal – die Probleme in der Gastro-Branche in Leverkusen reißen nicht ab. Ganz aktuell sehen sich viele Betreiber im Zwiespalt. Laut dem Hotel- und Gaststättenverband für Leverkusen boomen jetzt wieder die Privatveranstaltungen. Doch nicht allen Nachfragen könne man nachkommen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.09.2021 04:12
„Wir konnten lange nicht, jetzt wollen wir erst recht“ – dieser Eindruck komme bei vielen Veranstaltungs-Anfragen auf, sagt der DEHOGA. Das Problem: in der Corona-Krise haben sich viele Mitarbeiter andere Jobs gesucht. Wegen gravierender Personalengpässe können die meisten Betriebe aktuell nur mit einer Auslastung von rund 80 Prozent arbeiten.
Verstärkt werde das Problem dadurch, dass einige Gastro-Betriebe die Pandemie und die Flut nicht überlebt haben. Dadurch würden sich die Nachfragen auf die noch bestehenden Gastro-Angebote zentrieren. Wie viele genau von einer endgültigen Schließung betroffen sind, konnte uns der DEHOGA auf Nachfrage nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh.
Neben Geburtstagen und Hochzeiten würden inzwischen auch schon Anfragen für Weihnachtsfeiern eintrudeln, allerdings hauptsächlich von Privatpersonen und Vereinen. Firmen seien noch vorsichtig, sagt der DEHOGA. Um im Herbst und Winter für die Gäste flexibel zu bleiben, würden einige Leverkusener Gastro-Betriebe aktuell auch an Konzepten für Winterbiergärten basteln – unter anderem mit Zelten und Außenbeheizung.