
Häusliche Gewalt: Mehr Frauen in Leverkusen suchen Hilfe
Häusliche Gewalt an Frauen nimmt zu. Das ist das Fazit der Frauenberatungsstelle Leverkusen im Jahresbericht für 2024 und 2025, der jetzt veröffentlicht wurde. Häusliche Gewalt bleibe eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, heißt es darin. Deshalb sei professionelle Beratung auch wichtiger als je zuvor.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.2026 04:09
Über 2.000 Beratungen
In den zwei Jahren hatte die Beratungsstelle mehr als 2.000 Beratungen mit über 1.600 Frauen. Mehr als die Hälfte von ihnen hat sich wegen häuslicher Gewalt beraten lassen. Probleme sind aber auch digitale Gewalt oder Stalking. Das seien Gewaltformen, die nicht so auffällig sind, bei den Frauen aber natürlich trotzdem Spuren hinterlassen. Erschreckend ist auch der Blick auf Zwangsheiraten. 2024 hatten sich keine Personen deswegen gemeldet, im vergangenen Jahr waren es aber ganze 11.
Kontakt zur Beratungsstelle
Für die Beratungsstelle zeigen die Jahresberichte klar: „Hinter jeder Zahl steht eine Frau, die Beratung und Unterstützung gesucht hat“. Deshalb brauche es weiter Beratung. Den Kontakt zur Beratungsstelle findet ihr hier:
Frauenberatungsstelle Leverkusen e.V.
Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt
Birkenbergstraße 35, 51379 Leverkusen
Telefon: 0217128320 WhatsApp: 015738137983
E-Mail: kontakt@frauenberatungsstelle-leverkusen.de
Internet: www.frauenberatungsstelle-leverkusen.de
Hilfsangebot für Betroffene sexualisierter Gewalt
Menschen, die sexualisierte oder körperliche Gewalt erleben, stehen häufig vor der schwierigen Frage, ob sie Anzeige erstatten möchten. Für eine spätere strafrechtliche Verfolgung ist es jedoch wichtig, Spuren zeitnah und gerichtsfest zu sichern. Dafür gibt es das Angebot "Vertrauliche Spurensicherung" am Klinikum Leverkusen. Wer sexualisierte Gewalt erlebt hat, kann sich rund um die Uhr an die Zentrale Notaufnahme des Klinikums wenden und dort medizinisch versorgt werden und Spuren sichern lassen - unabhängig vom Geschlecht.