
Handys und verbotene Waffen sichergestellt
Bei den Durchsuchungen bei Mitgliedern einer stadtbekannten Leverkusener Großfamilie hat die Polizei am Freitagmorgen mehrere Handys aber auch verbotene Waffen sichergestellt. Hintergrund des Ganzen ist eine eskalierte Familienfeier an Ostersonntag.
Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2026 05:10
Bei der Feier mit rund 50 Gästen an Ostern in einer Sisha-Bar hatte es erst Beschwerden wegen Ruhestörung gegeben. Als die Polizei eingetroffen ist, sind Familienmitglieder auf die Beamten losgegangen und haben sie zum Beispiel mit Flaschen beworfen. Eine 29-jährige Polizistin hat dadurch mehrere Zähne verloren, ein anderer Polizist hat sich bei dem Einsatz den Arm gebrochen.
Drei Männer als Hauptverdächtige
Ursprünglich hatte die Polizei gegen 22 Familienmitglieder ermittelt. Über Aufnahmen aus Bodycams konnte die Polizei drei Hauptverdächtige ausmachen – Männer im Alter zwischen 25 und 35 Jahren.
An ihren Wohnsitzen in Opladen und Küppersteg hat es am Freitagmorgen die Durchsuchungen gegeben. Die Polizei hofft, wichtiges Beweismaterial sichergestellt zu haben. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.
NRW-Innenminister Reul spricht von Chaoten
„Wer sich an Einsatzkräften vergreift soll verstehen: die Polizei hat den längeren Atem“ – mit diesen Worten hat NRW-Innenminister Herbert Reul die Razzia bei einer stadtbekannten Leverkusener Großfamilie kommentiert. Er spricht im Zusammenhang mit den Familienmitgliedern von Chaoten. Jeder, der mitgemacht hat, bekommt seine Konsequenzen, so Reul.