Hebammenmangel in Leverkusen

Das Klinikum Leverkusen hat zu wenig Hebammen. Zwar sei das Interesse an dem Beruf da, aber es gibt zu wenig Ausbildungsstätten und damit zu wenig Nachwuchs, sagt das Klinikum. Leverkusen steht mit dem Problem nicht alleine da. Teilweise gibt es ein richtiges Abwerbe-Geschäft unter den Krankenhäusern.

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Es sei noch nicht lange her, da seien per Aufkleber an den Scheiben der KVB-Linie 4 von anderen Krankenhäusern Prämien für Hebammen ausgerufen worden, so ein Sprecher des Klinikums. Zwischen 10.000 und 24.000 Euro würden die Konkurrenten zahlen, um eine Hebamme von einem Krankenhaus abzuwerben und sie auf zwei Jahre zu verpflichten.

Das Klinikum Leverkusen will von diesen Praktiken nichts wissen: Das sei den langjährigen Mitarbeitern gegenüber unmoralisch, heißt es. Aktuell arbeiten im Klinikum 16 Vollzeitkräfte als Hebamme, darüber hinaus helfe man sich mit Hebammen weiter, die über Personaldienstleister mehrere Krankenhäuser bedienen.

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