Hohe Inzidenz wegen Nachlässigkeit?

Die hohe Inzidenz bei uns in der Stadt ist auch auf Nachlässigkeiten in der Bevölkerung zurückzuführen – dieser Meinung ist der Leverkusener Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach. Mit einer Inzidenz von über 205 liegen wir deutschlandweit an der Spitze.

© Lauterbach

Die Stadt begründet die Entwicklungen mit einer besonders strengen Teststrategie. Karl Lauterbach sieht aber auch andere Gründe:

Ich bin sehr viel in Leverkusen unterwegs. Die Menschen hier halten sich sehr wenig nur noch an die Regeln. Es wird leider auch von Seiten der Landesregierung der Eindruck erweckt, als wenn es tatsächlich keine große Gefahr mehr gäbe. Ich warne davor, das Pandemie-Geschehen zu unterschätzen. Die Long-Covid-Gefahr ist groß.

Der Gesundheitsexperte appelliert an uns alle, die Corona-Regeln einzuhalten und sich impfen zu lassen. Auch wenn sich Geimpfte mittlerweile öfter anstecken, würde die Impfung sehr gut vor schweren Verläufen schützen, so Lauterbach. 

Vor allem in der Altersgruppe der Kinder zwischen 4 und 15 Jahre hat es bei uns zuletzt viele neue Corona-Fälle gegeben – hier liegt die Inzidenz mittlerweile bei fast 600. Der Leverkusener Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert deshalb den Schulstart – vor allem mit vollen Schulbussen:

Wir machen hier ein großes Experiment. Wir machen eine Durchseuchung unserer Kinder und gucken ob das gut geht – ob die Kinder gesund dadurch kommen, ob sie bleibende Schäden behalten oder nicht. Und sehr viel ist aufgebaut nach dem Prinzip Hoffnung. Wir hoffen, dass das gut geht. Von daher finde ich, ist das gefährlich. Bei den 12- bis 17-Jährigen plädiere ich schon lange für die Impfung.

Die Stadt hat bereits angekündigt Impfaktionen in mehreren Leverkusener Schulen zeitnah durchführen zu wollen. 





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