
Die Sorgen bei den Unternehmen seien im Moment sehr groß, heißt es. Es ist nicht nur der Konflikt mit Russland, der den Unternehmen Sorgen bereitet. Denn zwei Jahre Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen. Immer noch haben die Unternehmen Personalprobleme wegen Corona-bedingten Ausfällen, sagt der Unternehmerverband aus Leverkusen.
Der anhaltende Corona-Lockdown in China bedeutet für alle Branchen zudem unterbrochene Lieferketten, Transportprobleme und hohe Frachtkosten. Eine ordentliche Planung sei darum kaum möglich, heißt es weiter. Der Krieg in der Ukraine komme noch erschwerend hinzu.
Klar sei, dass die Unternehmen ohne das russische Gas nicht auskommen - Ziel müsse dennoch sein, schnell unabhängiger von Energie aus Russland zu werden. Ein Notfallplan sei darum dringend notwendig.
Die großen Leverkusener Unternehmen wie Currenta, Bayer oder Covestro sind der Meinung, dass der Verzicht auf russisches Öl zu stemmen ist. In Sachen russisches Gas sieht es jedoch anders aus, auch für die kleineren Unternehmen hier bei uns.
Ein Lieferstopp von russischem Gas, hätte weitreichende Folgen für die Industrie und Wirtschaft. Der Leverkusener Kunststoff-Konzern Covestro sagt, dass es zu teilweisen bis vollständigen Produktionsausfällen nicht nur bei Covestro sondern in der gesamten chemischen Industrie kommen kann. Hunderttausende Arbeitsplätze sowie die Grundversorgung mit Dingen des täglichen Lebens seien dann gefährdet.