
Chemiebranche sucht neue Fachkräfte
Die Industrie in unserer Region steht unter Druck – und das betrifft auch Unternehmen in Leverkusen. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat sich deshalb in Köln mit Unternehmen und Arbeitsmarkt-Experten über die Zukunft von Jobs und Ausbildung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Chemie- und Kunststoffindustrie – wichtige Branchen für Leverkusen und den Chempark.
Durch Digitalisierung, Klimaschutz und die schwächere Wirtschaft verändert sich, welche Jobs und Qualifikationen künftig gebraucht werden. Gerade in der Chemie fallen Arbeitsplätze weg, gleichzeitig werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Für Unternehmen wie Bayer und Covestro dürfte deshalb vor allem die Frage wichtig sein, welche Qualifikationen ihre Mitarbeiter künftig brauchen.
Weniger Ausbildungsplätze, mehr Weiterbildung
Auch bei der Ausbildung gibt es Veränderungen: Inzwischen gibt es mehr Bewerber als Ausbildungsplätze, gleichzeitig geht die Zahl der angebotenen Stellen zurück. Die Teilnehmer der Konferenz wollen deshalb stärker auf Weiterbildung setzen. Außerdem sollen Jugendliche und Unternehmen besser zusammengebracht werden, damit freie Ausbildungsplätze und passende Bewerber leichter zueinanderfinden.
Für Leverkusen ist das Thema besonders wichtig: Die Chemieindustrie und der Chempark sind zentrale Arbeitgeber in der Stadt. Wie sich der Wandel der Industrie auf Jobs und Ausbildung auswirkt, dürfte deshalb auch hier in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen.