
Junger Mann aus Leverkusen: Für IS-Sympathie verurteilt
Ein 23-jähriger Leverkusener ist wegen versuchter Beteiligung an der Terrororganisation IS zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat gegen den Syrer ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung verhängt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 13:19
Kontakt zum IS über Telegram
Laut Gericht hatte der Mann über Telegram Kontakt zu einem mutmaßlichen IS-Mitglied aufgenommen und dort auch einen Treueeid abgelegt. Der 23-Jährige wollte damit offenbar Mitglied beim IS werden. Die Richter hielten es aber für nicht eindeutig nachgewiesen, dass der Kontaktmann tatsächlich zum IS gehörte oder dass der Leverkusener wirklich aufgenommen wurde. Deshalb blieb es am Ende beim Vorwurf der versuchten Beteiligung. Laut Gericht hatte der Angeklagte außerdem mehrfach angekündigt, in Syrien als Märtyrer sterben zu wollen. Weil er aber nicht vorbestraft ist, laut Gericht nicht als radikalisiert gilt und schon rund neun Monate in Untersuchungshaft saß, muss der Verurteilte die Strafe auf Bewährung und nicht in Haft ableisten.