
Keine Perspektive für Gastronomen
Jeder dritte Gastronomie-Betrieb in Leverkusen wird die Pandemie nicht überleben. Diese neue, düstere Prognose kommt jetzt vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband. Demnach bangen mittlerweile über 70 Prozent der Gastronomen um ihre Existenz. Und es fehlt die Perspektive.
Veröffentlicht: Freitag, 19.03.2021 09:38
Laut NRW Corona-Verordnung könnte die Außengastronomie theoretisch am kommenden Montag öffnen – aber nur bei einer Inzidenz von unter 100. Der Dehoga geht nicht davon aus, dass das klappt. Dafür steigen die Fallzahlen gerade wieder viel zu rasant an.
Viele Gastronomen klammern sich aber offenbar an die Hoffnung. Sie starten teilweise schon mit dem Aufbau von Tischen und Stühlen – und riskieren damit laut Dehoga Bußgelder. Auch wenn sie keine Gäste bedienen, blockieren sie öffentlichen Raum. Wer sein Restaurant oder seine Kneipe gegen geltende Corona-Regeln öffnet, riskiere sogar ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro, so der Dehoga.
Die Leverkusener CDU sorgt sich um bürokratische Hürden, vor denen viele Gastronomen gerade auch noch stehen. Wenn eine Gaststätte ihren Betrieb ein Jahr lang nicht ausübt oder öffnet, kann den Inhabern nach geltendem Gesetz die Gaststättenerlaubnis entzogen werden. Das dürfe unter den besonderen Umständen nicht passieren, sagt die CDU. Sie fordert, dass die Stadt die Frist für den Ablauf der Gaststättenerlaubnis bis Ende August verlängert. Die Corona-Pandemie zwinge einige Gastro-Betriebe wie Kneipen und Bars in Leverkusen dazu, seit Mitte März letzten Jahres gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zu öffnen. Mit der Fristverlängerung solle die Stadt den ohnehin schon großen Druck auf die Gastronome zumindest an dieser Stelle etwas abmildern, so die Politiker.