
Kritiker-Listen auch in Deutschland?
Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland könnte die Bayer-Tochter Monsanto Listen mit Kritikern und Unterstützern geführt haben, um auf sie Einfluss zu nehmen. Davon geht der Leiter der Abteilung Public Affairs bei Bayer aus.
Veröffentlicht: Montag, 13.05.2019 06:53
Es sei sehr wahrscheinlich, dass derartige Listen EU-weit existieren – denn der Vertrag mit der beteiligten PR-Agentur habe sich auf ganz Europa erstreckt, so der Manager Matthias Berninger.
Bereits am Wochenende hat sich der Bayer-Konzern für seine Tochterfirma entschuldigt und betont, durch eine externe Anwaltskanzlei bei der Aufklärung des Falls helfen zu wollen. So eine Liste sei nicht die Art wie Bayer den Dialog mit unterschiedlichen Interessensgruppen und der Gesellschaft suchen würde. "Wir bitten daher um Entschuldigung", heißt es in einem Statement. Der zuständige Manager habe das Unternehmen bereits verlassen.
In Frankreich soll Monsanto eine Liste mit rund 200 Personen geführt haben, um sie dank der gesammelten Daten beeinflussen zu können. Die französische Justiz ermittelt wegen illegaler Erfassung privater Daten