
Angeblich war der Bund für Umwelt- und Naturschutz - kurz BUND - vors Oberverwaltungsgericht in Münster gezogen, um dort gegen den Bebauungsplan am Fester Weg in Steinbüchel vorzugehen. Doch das stimmt offenbar nicht so ganz. Die Klage hatte eine Hamburger Kanzlei eingereicht. Das Problem: Der BUND sagt, er habe den Prozess gar nicht angestoßen und auch keine Vollmacht an die Kanzlei erteilt. Die Frage ist also: Wer hat die Klage wirklich eingereicht? Ratspolitiker wittern bereits Betrug. In dem Fall könnten auf den Schuldigen Schadensersatzforderungen zukommen, sagt die Stadt. Im Planungsgebiet Fester Weg zwischen Steinbüchel und Lützenkirchen plant ein Investor eine neue Wohnsiedlung mit über 200 Ein- und Mehrfamilienhäuser zu bauen. Die rund 50 Hektar große Fläche wird bislang zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt.