
Lauterbach sollte entführt werden
Das LKA Rheinland-Pfalz hat eine Telegram-Chatgruppe zerschlagen, die unter anderem die Entführung von Leverkusens Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach geplant hatte. Das hat die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mitgeteilt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.04.2022 10:21
Demnach wird gegen 12 Personen ermittelt. Sie sollen neben der Entführung auch geplant haben, Einrichtungen der Stromversorgung zu zerstören, um einen bundesweiten Stromausfall auszulösen.
Im Zuge der Ermittlungen hat es bundesweit 20 Durchsuchungen gegeben, unter anderem auch in NRW. Dabei wurden Waffen, Munition, Bargeld sowie Goldbarren und Silbermünzen sichergestellt. Vier Beschuldige wurden festgenommen, gegen sie werden Haftbefehle beantragt. Zuzuordnen seien die Personen der Corona-Protestszene und der Reichsbürgerbewegung, heißt es.
Karl Lauterbach selbst zeigte sich in einem ntv-Interview bestürzt über die Pläne. Er werde aber so weitermachen wie bisher. "Der ganze Vorgang zeigt, dass sich die Coronaproteste radikalisiert haben", sagt er. "Hier darf es nicht so weit kommen, dass verbrecherische Taten gerechtfertigt werden sollen mit der Corona-Politik. Hier geht es nicht um diese Politik, sondern um eine Abrechnung mit dem Staat als solchem und das dürfen wir nicht zulassen."