
Leverkusen: Linksextreme bekennen sich zu Bränden
Nach den zwei Bränden gestern (10.07.) an der Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Leverkusen-Rheindorf und Langenfeld (Rheinl.) hat sich eine linksextreme Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Das berichtet die dpa.
Veröffentlicht: Samstag, 11.07.2026 10:42
Ermittlungen laufen
In ihrem Schreiben berichtet die Gruppe, dass sie zwei Brandsätze gelegt habe, den einen unmittelbar an einem großen Kabelschacht an der Wupperbrücke, den anderen etwas weiter auf Langenfelder Stadtgebiet. Per Timer und je einem Liter Grillanzünder habe die Gruppe die Brände dann ausgelöst. Ob die Gruppe „Kommando Angry Birds” wirklich für die Brände verantwortlich ist, wird zurzeit ermittelt.
Linksextreme Gruppe
Bereits heute Mittag berichtete die dpa, dass bei den Ermittlungen von Sabotage ausgegangen wird. Die Gruppe „Kommando Angry Birds” hat sich heute Morgen in einem Bekennerschreiben zu den beiden Sabotageakten bekannt und als Grund das „Massensterben" durch „technologische Eskalation" angegeben. Die Bewegung versteht sich selbst als "Industriegegner" und wolle verhindern, dass der Planet geschreddert werde. „Wir sind die Anti-Tech-Bewegung. Wir sind biozentrisch", schreibt die Gruppe in dem Brief.
Ausbreitung des Feuers
Die Gruppe bedaure, dass sich das Feuer zum Teil leicht ausgebreitet habe. In ihrem Schreiben dankt sie der Feuerwehr für die Eindämmung. „In Zukunft werden wir auf günstigeres Wetter warten", so die Linksextremen.
Bahnverkehr
Die Bahnstrecke zwischen Leverkusen-Mitte und Langenfeld ist weiter gesperrt. Die DB hatte bereits gestern mitgeteilt, dass die Sperrung bis heute Nachmittag (11.07.) dauern wird. Zurzeit werde die Strecke repariert, die Sperrung könne aber noch den ganzen Tag dauern, so ein DB-Sprecher. Es habe „immense Schäden" an der Bahnstrecke gegeben, so die Bahn in einer Mitteilung. Züge werden umgeleitet - teilweise über die gerade erst wiedereröffnete Bahnstrecke via Opladen und Manfort. Durch die hohe Auslastung komme es zu Einschränkungen. Hinzu kommt, dass in Opladen aus Sicherheitsgründen ein Gleis gesperrt werden musste. Bei einer routinemäßigen Prüfung einer Eisenbahnbrücke habe man einen Schaden an einem tragenden Bauteil festgestellt. Das zweite Gleis sei laut DB mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. Der Zugverkehr könne aber nicht mit voller Kapazität fahren.