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Leverkusen: Milliardenloch bei Bayer, aber keine Aufspaltung
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Leverkusen: Milliardenloch bei Bayer, aber keine Aufspaltung

Fast drei Milliarden Euro Minus - das steht unterm Strich des Bayer-Geschäftsjahres 2023. Das hat der Chemieriese heute Vormittag mitgeteilt. Und er hat geschildert, wie er in Zukunft einsparen will. Ab 2026 will er jährlich zwei Milliarden weniger ausgeben – eine Aufspaltung des Konzerns ist dabei kein Thema.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.03.2024 07:53

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Im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 4,2 Milliarden Euro gewesen, jetzt steht das fette Minus. Gründe dafür sind laut Bayer gestiegene Produktionskosten durch die Inflation, erhebliche Preisrückgänge bei glyphosathaltigen Produkten und Einbrüche beim Medikamentenverkauf in China. Laut Bayer läuft aktuell aber nicht alles schief: das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten boomt weiter. Hier gab es ein Plus mit einem Umsatz von über 6 Milliarden Euro – auch dank einer starken Erkältungssaison in Europa. Auch beim Agrargeschäft konnte Bayer in Europa, Afrika und Asien eigentlich zulegen – hat wegen der Inflation und Preisrückgängen aber trotzdem weniger verdient. 

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So will Bayer wieder in die Spur kommen

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Der Plan von Bayer-Boss Anderson: das System vom Kopf auf die Füße stellen und den Konzern umbauen. Hierarchien sollen abgebaut, Bürokratie beseitigt, Strukturen verschlankt und Prozesse beschleunigt werden. Mittlerweile sind laut Anderson schon 4.000 Mitarbeiter in den Konzern-Umbau involviert. Bis Ende des Jahres will er jeden Bereich des Unternehmens erreichen.

Um Schulden abzubauen hatte Bayer schon vorab angekündigt, Aktionären in den kommenden drei Jahren nur noch ein gesetzliches Minimum auszuschütten. Außerdem will Bayer mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten wegen Glyphosat in den USA neue Ansätze inner –und außerhalb der Gerichtssäle verfolgen.

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