
Leverkusener Firmen sind auf Staatshilfen angewiesen
Es ist ein erster Schritt in einer schwierigen Zeit für unsere Wirtschaft: Am Montagmorgen hat das Bundeskabinett mehrere große Schutzschirme und Rechtsänderungen zur Unterstützung von Firmen und Selbstständigen beschlossen. Auch in Leverkusen wird diese Hilfe dringend benötigt.
Veröffentlicht: Montag, 23.03.2020 14:07
Das Geld muss diese Woche verfügbar sein – es ist kein weiterer Aufschub mehr möglich, heißt es von der IHK Köln. Wichtig seien jetzt unbürokratische, schnelle Lösungen für die Unternehmen und Selbstständigen in Leverkusen, denn Miete, Löhne und laufende Verträge stellen viele schon jetzt vor existenzbedrohende Situationen.
Viele Unternehmer bewiesen gerade jetzt in der Krise viel Kreativität - sei es durch einen Lieferservice aus der Buchhandlung oder durch Essensverkäufe aus dem Restaurant – da müsse die Politik dringend mitziehen, so die IHK.
Sorgen bereiten in Leverkusen auch die Azubis. Grundsätzlich ist für Auszubildende kein Kurzarbeitergeld vorgesehen – das stellt die Betriebe bei uns aktuell vor Schwierigkeiten, so der DEHOGA. Denn die Ausbildungsgehälter müssen weiter getragen werden, auch wenn der Schulbetrieb brachliegt.
Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten schlägt in diese Kerbe: Sie findet generell, dass von den Neuregelungen der Kurzarbeit zu wenig die Arbeitnehmer profitieren. Wenn die Bundesregierung nicht dafür sorge, dass mindestens die neuerdings eingesparten Sozialbeiträge bei den Beschäftigten landen, dann sind bald hunderttausende Menschen zusätzlich auf Hartz 4 angewiesen, so die NGG.