
Leverkusener wegen Traubenzucker vor Gericht
Er soll einen 39.000 Euro teuren Großeinsatz des Bundes-Katastrophenschutzes mit Evakuierung des kompletten Justizzentrums in Köln ausgelöst haben - dafür muss sich jetzt ein 49 Jahre alter Leverkusener vor dem Kölner Landgericht verantworten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.06.2020 05:07
Grund dafür war eine Brotdose voll weißem Pulver, die er 2018 zu einem anderen Prozess mitgebracht haben soll. Bei der Leibesvisitation vor dem Gerichttermin soll ein Justizwachtmeister die Dose geöffnet und das Pulver auf seiner Hand und seiner Dienstkleidung verteilt haben. Der Angeklagte hatte daraufhin offenbar angedeutet, es könne sich um einen gefährlichen Stoff handeln – deswegen der Großeinsatz.
Auch am Mittwoch, dem ersten Verhandlungstag war der Mann wieder aufgefallen: Mit einem weißen Bulli mit der Aufschrift “Bullen. Schweine. Spinne.” war er am Landgericht erschienen. Zu den Vorfällen aus 2018 schwieg der Angeklagte zunächst. Das Urteil in dem Fall soll im August fallen.