Milliarden-Deal entpuppt sich als Flop

Es war der größte Zukauf, den je eine deutsche Firma im Ausland gestemmt hat. Die Übernahme des umstrittenen Saatgutherstellers Monsanto durch Bayer. Genau vor fünf Jahren wurde der 60-Milliarden-Dollar-Deal abgeschlossen. Die Bilanz nach all der Zeit fällt ernüchternd aus.

Bayer, Symbolbild, Bayer-Kreuz, Leverkusen
© Benedikt Klein

Klagewelle, Imagekrise, weltweiter Stellenabbau und Rekordverlust – Monsanto hat Bayer bislang vor allem Probleme bereitet. Seit der Übernahme hat der Leverkusener Chemieriese über 50 Prozent an Börsenwert verloren. Grund sind vor allem die vielen Klagen in den USA. Zehntausende machen den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup für ihre Krebserkrankung verantwortlich und fordern Schadenersatz. Versuche von Bayer, die Klagen mit Vergleichen aus der Welt zu schaffen, sind bislang gescheitert. Die bis jetzt verlorenen drei Gerichtsurteile will Bayer aktuell durch eine Revision kippen. Kritiker werfen der Bayer-Führungsriege vor, die Folgen der Übernahme extrem unterschätzt zu haben.

Weitere Meldungen