
Natürliche Dunkelheit geht in Leverkusen verloren
Künstliches Licht ist eine der größten technischen Errungenschaften der Menschheit, wirkt sich andererseits aber auch in vieler Hinsicht negativ auf unsere Umwelt aus. Das sagt das Landesumweltamt. Von einer so genannten „Lichtverschmutzung“ ist auch Leverkusen betroffen. Das zeigt eine neue Analyse des LANUV.
Veröffentlicht: Dienstag, 19.10.2021 04:38
Im Auftrag des NRW-Umweltministeriums hat das LANUV erstmals den aktuellen Stand der Daten zur Lichtverschmutzung in NRW ausgewertet. Das Ergebnis: Leverkusen gehört zu den Top 6 der Licht-stärksten Städte in NRW. Demnach verzeichnet unsere Stadt bei Nacht im Durchschnitt eine Lichtintensität von 13,10 Nanowatt pro Quadratmeter und liegt damit auf ähnlichem Niveau wie unsere Nachbarstadt Köln. Die größten Lichtquellen bei Nacht sind in Leverkusen der Chempark und das BayerKreuz in Wiesdorf, sowie die BayArena in Küppersteg. Das zeigen Satelliten-Daten.
Laut LANUV gibt es in NRW kaum noch Bereiche mit klarem Blick auf den Nachthimmel. Außerdem kann Licht ein Störfaktor für Mensch und Tier sein. Vögel werden zum Beispiel in der Orientierung gestört, Fledermäuse können ihre Quartiere in Gebäuden nicht mehr nutzen.