
Neue Feuerwache für Leverkusen: Stadt legt Pläne vor
Kommt die geplante Feuer- und Rettungswache „Auf den Heunen“ in Rheindorf (an der Grenze zu Opladen) oder nicht? Darüber soll die Politik Ende des Jahres entscheiden. Wie die Wache aussehen soll, dazu hat die Verwaltung jetzt Entwürfe vorgelegt.
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Seit Jahren ist sie ein Streitthema in Leverkusen: die geplante Feuerwache Nord „Auf den Heunen“ in Rheindorf. Jetzt will die Stadt bei den Plänen ernst machen. Ende des Jahres soll die Politik entscheiden, ob die Wache gebaut wird oder nicht. Die Entwürfe für die Feuer- und Rettungswache hat die Verwaltung jetzt veröffentlicht.
Das ist auf dem Gelände geplant
Aus der Luft soll die Wache wie ein H aussehen: zwei längliche Gebäude, verbunden durch eine Brücke. In den Gebäuden sollen neben Fahrzeughallen und Lagern auch Schulungsräume und Aufenthaltsräume für den 24-Stunden-Dienst entstehen. In diese Gebäude sollen dann Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst einziehen, außerdem die freiwillige Feuerwehr Opladen, die Kinder- und Jugendfeuerwehr und der Musikzug.
Rund um die Gebäude sind Übungsflächen geplant, zum Beispiel zum Auftrennen von Autos oder Menschenrettung aus einer Grube. Um etwas Fläche zu sparen, soll der geplante Sportplatz auf dem Dach entstehen. Das gesamte Projekt würde die Stadt nach aktuellem Stand rund 171 Millionen Euro kosten. Der Plan sieht vor, dass die Feuerwehr 2033 auf den Heunen einzieht. In der Zwischenzeit soll die Berufsfeuerwehr aus der baufälligen Wache in Opladen in eine Zwischenlösung ziehen.
Darum hat sich die Stadt auf diesen Standort festgelegt.
An dem Standort "Auf den Heunen" gibt es viel Kritik, vor allem von Umweltverbänden. Die Stadt sagt aber, dass das aus verschiedenen Gründen der am besten geeignete Ort ist. Zum einen gibt es den Brandschutzbedarfsplan, der regelt, wie schnell die Feuerwehr im Einsatzfall an jedem Ort im Stadtgebiet eintreffen muss. Von den Heunen aus könnte sie diese Ziele laut Stadt am besten erfüllen. Gleichzeitig möchte sie möglichst viele Bereiche an einem Standort bündeln. Deshalb könne die Zwischenlösung auf dem Gelände an der Europa-Allee keine Dauerlösung sein. Für den Rettungsdienst und freiwillige Feuerwehr sei dort kein Platz. Sie müssen weiterhin in der aktuellen Wache an der Kanalstraße in Opladen bleiben.
Auch zu den Umweltaspekten hat die Stadt ein Konzept vorgelegt. Neben Dach- und Fassadenbegrünung müsste die Stadt noch einiges mehr tun, wenn es zum Bau kommen sollte. Ein Artenschutzgutachten hat unter anderem die Auflage gemacht, dass möglichst wenig Licht in den angrenzenden Wald strahlen darf. Deswegen soll es an den entsprechenden Gebäudeseiten nur so wenige Fenster wie nötig geben. Angrenzende Grundstücke würde die Stadt zu Ausgleichsflächen machen, zum Beispiel durch das Pflanzen von Bäumen. Das soll die heimischen Vogelarten schützen. Das müsste dann auch passieren, bevor da irgendwelche Bauarbeiten starten. Außerdem verweist die Stadt darauf, dass ein Teil des Geländes gerade noch Acker ist. Den würde sie in Wiese umwandeln, das sorge zum Beispiel für mehr Kaltluft.
Diesen Zeitplan verfolgt die Stadt
Ende des Jahres soll der Stadtrat grünes Licht für die Pläne geben, danach würde sie die Entwurfsplanung weiter konkretisieren, um Ende 2027 einen Bauantrag zu stellen. Nach der Vergabe an einen Generalunternehmer würde der im Idelfall 2030 mit den Bauarbeiten starten. Nach knapp zweieinhalb Jahren Bauphase soll die Feuerwehr die neue Wache bis Sommer 2033 beziehen.